Berlin bekommt sein Spymuseum

„Ein Spion am rechten Ort ist soviel Wert wie 20.000 Mann im Felde.“
Napoleon I.

Das Spymuseum Berlin wird 2015 im Herzen von Berlin eröffnet. Eine weltweit einmalige Ausstellung aus dem Schattenreich der Spionage und Geheimdienste.
Ein Unterhaltungstempel auf hohem inhaltlichem Niveau präsentiert die Geschichte des Kalten Krieges in Berlin. In der Stadt, die sich für alle Zeiten als die Hauptstadt der Spione in dem großen Buch der Geschichte verewigt hat.

Über viele Jahre haben wir uns selbst auf eine ungewisse Zeitreise begeben und kleine und große Schätze aus dem dunklen Reich des zweitältesten Gewerbes geborgen. Die Historie der Spionagewelten ist so spannend wie seine Gegenwart und ihre Zukunft. Erschreckend erhellend, brutal und raffiniert in ihren Methoden – und so spannend wie ein Agententhriller von Ian Fleming.

Berlin, die ehemals geteilte Stadt, Schnittstelle zwischen Ost und West ist der Ort, an dem Geschichte greifbar gezeigt werden kann. Sie gibt den Akteuren zwischen den Fronten der Supermächte im geheimen Krieg ein Gesicht.

Das Museum wird zur Erlebniswelt und lädt ein zum Eintauchen in die verborgene Welt des Geheimen. Es stellt Fragen, gibt Antworten, präsentiert verblüffende Einblicke in das schmutzige und facettenreiche Geschäft um die Ware Information.

Wer ist Held und wer ist Verräter? Wer ist Agent, Doppelagent, Schläfer oder Maulwurf? Wer spielt welche Rolle im globalen Machtkampf; wer hat welche Informationen über wen? Worin liegen Eros und Genuss dieses gefährlichen Spiels mit der Tarnung und Enttarnung, Verrat und Gegenverrat, Codierung und Decodierung? Haben Geheimdienste Regierungen gestürzt, Kriege beeinflusst oder gar entschieden?

Das Museum gewährt Einblicke in eine unerschöpfliche, komplexe und schwer zu durchschauende Welt. Sensationen und Sensationelles wurde aufwendig zusammengetragen; Schicksale und bizarre Zusammenhänge der Weltgeschichte anschaulich und erlebbar inszeniert.

Das Museum versteht sich als Laboratorium, ein Ort der Forschung und will ein spannendes Stück Zeitgeschichte bewahren und weiter begleiten. Dazu wurden einige der letzten Zeitzeugen und Topagenten ausgekundschaftet, lange verhört und in den Dienst des Spionage Museums gestellt. Alles aus erster Hand – reine Quellen!

Sie haben im zweiten Weltkrieg für den militärischen Geheimdienst der Nazis spioniert, im Kalten Krieg für die Auslandsspionage der DDR geschnüffelt, oder knacken gerade Codes und Computer für Regierungen oder weltweit operierende Unternehmen.

Um die Arbeit der Spione und Geheimdienste präsentieren zu können, haben wir ein wahres Raritätenkabinett an Objekten und Exponaten von Sammlern und Sammlungen gesucht und gefunden.
Eine Ausstellung, die von der Patina der Geschichte lebt und gleichzeitig mit den modernsten Hightech-Standards präsentiert wird. Eine Wissens- und Erlebniswelt, die für die gesamte Familie Spannung und Nervenkitzel bereithält. Eine Achterbahn der Gefühle erwartet Sie!

Hinter dem Spionagemuseum stehen neben dem Gründerteam Experten aus der Forschung, Geschichte und Geheimdiensten. Wir haben eine brisante Gemengelage an Spionagethemen multimedial und interaktiv für ein weltweites Publikum aufwendig inszeniert. Eine Reise durch ein packendes Stück Menschheitsgeschichte. Ein Tanz durch das dunkle Reich der Mächte und Mächtigen.

Das Museum wird seinen Namen mit einer speziellen Stadtführung aktiv in die Stadt seiner geheimnisvollen Geschichte und Geschichten tragen. Eine Zeitschleuse, die 1933 startet und im Heute endet. Endet? Werden Sie selbst zum Agenten und begeben Sie sich mit uns auf eine faszinierende Spurensuche.

Und dass genau Sie sich jetzt und hier gerade für dieses Thema interessieren, ist als "Ware Information" schon gesichert. Ein weltweit funktionierender Automatismus, der sich jeder Steuerung durch uns entzogen hat. Ein globales Thema, dass das Spionage Museum Berlin selbstverständlich für Sie ausspionieren wird.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Franz M. Günther
Kurator des Spymuseum Berlin

Berlin, Dezember 2013